Tipps & Infos rund um die Welpen

Viele Fragen stellen sich einem/r neuen Welpenbesitzer/in, welche in Welpenspielstunden auch beantwortet werden (sollten). Hier ein paas Hinweise:
Die ersten 3 Wochen nach erhalt des Welpen (ab der 9. Lebenswoche) sollte idealerweise nur EINE Person den Welpen betreuen, ihm Futter geben, mit ihm spielen und schmusen.

Der Grund liegt darin, dass der kleine Hund sich wöhler und vor allem sicherer fühlt, wenn er nach der Trennung von seiner Mutter und Wurfgeschwister, eine gute Bindung anfänglich zu NUR einer Person aufbauen kann. Von dieser kann er dann auch ohne grosse Stressbelastung lernen, wie und wo es lang geht in diesem neuen Rudel mit den Menschen.

Natürlich dürfen auch die Kinder und der Partner den Welpen streicheln und mit ihm herumtollen...dies aber jeweils in Anwesenheit und unter Aufsicht der Hauptbezugsperson.

Hauptbezugsperson ist die Person, welche mehrheitlich am Tag mit dem Welpen zusammen ist. Es macht keinen Sinn, den am Tag arbeitenden Partner als Vertrauensperson einzusetzen, denn dieser Mensch ist ja nicht da, wenn es dies erforderlich macht (Unsicherheit, Angst vor Unbekanntem, usw.).

Vieler Orts hört man, dass der Welpe nicht länger als 1 Minute pro Lebenswoche spazieren gehen sollte. Dies wäre dass also bei einem 12 Wochen alten Welpen = ca. 12 Minuten Spaziergang. Viele Welpen sind aber mit diesen Angaben nicht ganz einverstanden und machen dann voller Energie dem Fürsogegaranten zu Hause die "Hölle heiss".

Besser ist es, den Welpen seine neue Welt erkunden zu lassen so lange es dies auch kann und Lust dazu hat. Dies bedeutet allerdings schon nicht, dass man gleich eine 2 stündige Wandertour machen kann aber wenn dies mal eine halbe oder in der Ausnahme gar eine ganze Stunde wird und der Welpe noch mag.....wieso nicht?

VIEL WICHTIGER ALS EINE FESTE ZEITLIMITE, IST DAS RECHTZEITIGE ERKENNEN EINER MÖGLICHEN ÜBERFORDERUNG DES WELPEN....

Der Welpe wird meistens nicht körperlich überfordert, sondern geistig. Die Eindrücke, welche er erleben muss und die er vielfach auch noch nicht kennt, können ihn "erschlagen".  Er kann unter Umständen das Erlebte nicht verarbeiten und so kann sich schnell aus solchen Überforderungen Unsicherheit und Angst entwickeln oder diese verstärken.

Die beiden Verhaltensforscher Dina Berlowitz und Heinz Weidt beschreiben in der Broschüre "Spielend vom Welpen zum Hund" auf welche Signale geachtet werden muss, um rechtzeitig eine übermässige Belastung des Welpen zu verhindern (Konfliktsignale).

Wer übrigens bei uns die Welpenspiel- und Lerngruppen besucht, erhält weitere Kynologos-Informationen kostenlos nach der ersten Lektion.

Auf den Seiten www.kynologos.ch (Literatur/Links) findet ihr weitere sehr empfehlenswerte Lektüren zum Thema Welpen.

Ein Welpe, welcher nie Treppen laufen durfte, verhält sich unter Umständen später sehr unsicher oder verweigert diese gar komplett, weil er das besteigen der Treppen nie lernen durfte. Wie immer ist es also eine Sache des Masses. Wenn also der Welpe den Familienmitgliedern mehrmals täglich die Treppe hoch in den 3. Stock nachläuft und anschliessend wieder herunter, ist dies für den Körper des Kleinen nicht gut. Dies sollte sicherlich verhindert werden. Mit einem Kindergitter versehene Treppenaufstiege, lernt der Welpe sogar auch bald einmal das Alleine sein auf kurze Zeit...

Hat es nun aber 3-4 Treppentritte beim Hauseingang, lasst den Welpen diese bewältigen, damit er es auch lernen kann. Hochsteigen ist übrigens weniger schlimm als herunter, da beim hochsteigen Muskulatur aufgebaut werden kann.

Bereits beim Welpen sollte die erforderliche Konsequenz angewand werden. So soll dieser zum Beispiel bereits verschiedene Regeln von Anfang an lernen.

  • der Mensch geht zuerst durch Türen und in enge Passagen.
  • Futter gibt es, wenn der Welpe etwas dafür tut (z.B. ein Verhalten anbietet, welches für uns erwünscht ist).
  • Auf das Sofa soll er nicht, auch wenn er noch so klein und niedlich ist, es sei denn, er darf dies auch später zu jeder Zeit und vielleicht nur auf seiner Decke.
  • Vom Esstisch des Menschen gibt es kein Futter (Kinder beachten).
  • Unsere Kleider oder gar die Haut sind keine Kaugegenstände und es wird auch nicht damit gespielt.
  • etc.

Diese und viele andere Regeln sollten dann konsequent eingehalten werden, damit sich der Welpe sicher um euch herum bewegen kann und er auch genau weiss, was er darf, was nicht und welche Konsequenzen es mit sich bringen kann.