Gesundheit

Neros "GENESUNG"
 
Nero, Labrador Mischling / Rüde / geboren am 8. März 2006.
Den "Krankheitsverlauf", welcher ich Euch hier schildern möchte, begann im Herbst 06 nach der Kastration ! Mit ca. 9 Monaten liessen wir klein Nero kastrieren, die Kastration von Rüden ist ja ein unproblematischer Eingriff . Doch leider nicht bei Nero. Nach der Kastration stellten wir fest, dass Nero tröpfelt ! Inkontinenz durch die Kastration ??? Beim Rüden nicht möglich, liess ich mir von mehreren Ärzten bestätigen. Leider konnten wir das tägliche und ständige tröpfeln nur mit Tabletten (Caniphedrin, nicht ganz ohne Nebenwirkungen) in den Griff bekommen, dass heisst die Dosis wurde auf 2 x 50 mg pro Tag festgelegt und mit dieser Menge tröpfelte ungewollt kein Urin mehr. Ufff....., mein Hund ein Leben lang mit Caniphedrin zu versorgen, dieser Gedanke machte mir anfangs schon etwas Angst.

 
Was sich dann langsam aber stetig einschleichte, war viel schlimmer.
 
- Nero wurde immer ängstlicher
- er hat eine enorme Angst vor Autos aufgebaut
- er wollte vor allem morgens auf keinen Fall spazieren, nur nach mehrmaligem rufen kam er
- der Spaziergang war alles andere als schön, Nero war verkrampft, schaute den ganzen Weg hektisch nach hinten, zur Seite nach vorne
- er hatte keinerlei Interesse zu schnüffeln
- er spielte vor allem am morgen NIE mit seinem geliebten Ball
- er zeigte an anderen Hunden keinerlei Interesse mehr
- auch in der Wohnung war er kaum für ein Spiel zu begeistern
- Nero sass immer krumm, rechte Seite war leicht eingeknickt
- Nero lief immer schräg
 
Diese Symptome haben sich in den letzen zwei Jahren aufgebaut und verstärkt. Nach einem Kurzurlaub im Schwarzwald (an einem fremden Ort war alles doppelt und dreifach so schlimm), wusste ich, so kann es nicht weitergehen. Die 3 Tage im Schwarzwald waren kaum zu ertragen, Nero war auf dem Spaziergang so enorm angespannt, hat immer gezittert und zeigte sämtliche Stress-Symptomen (die kennt Ihr ja) :-) Ich bekam einen genialen Tipp ! Ein Arzt in Frenkendorf, welcher sich unter Anderem auf die Chiropraktik spezialisierte hat.
  
Am 15. Jan. 09 hatten wir mit Nero unseren ersten Termin bei Dr Blättler, Frenkendorf ! Was ich dort erfuhr, hat mir die Sprache verschlagen und mein schlechtes Gewissen massiv erhöht. Unser Nero ist überhaupt nicht inkontinenz durch eine Blasenschwäche. Nein, Dr. Blättler hat festgestellt, dass sich bei der Kastration, während Nero auf dem Rücken lag, ein Wirbel in der Steissbein-Gegend verschoben hat. Dieser irritierte einen Nerven, welcher für die Blase zuständig ist und das führte zum Tröpfeln. Der verschobene Wirbel machte Nero zu schaffen, das waren nun 2 Jahre permanente Schmerzen, welche seinen Wahrnehmungssinn beeinträchtig haben. Das heisst, er konnte in der Aussenwelt für sich die wichtigen Geräusche nicht mehr richtig einschätzen, wusste nicht mehr was wichtig war, was unwichtig. Er hat - durch die Schmerzen - die Fähigkeit verloren, für Ihn wichtige Dinge aus den unwichtigen herauszufiltrieren.
 
Und nun war klar warum : 
- warum er morgens nicht auf den Spaziergang wollte - nach der langen Nacht waren die Schmerzen morgens am stärksten
- warum ihm die Geräusche von Autos so Angst machten  - weil er sie nicht mehr einschätzen konnte
- warum er keine Lust mehr hatte zu spielen - ja spielen WIR, wenn wir schmerzen haben usw.
 
Nun hat Nero die zweite Behandlung hinter sich und wir konnten die Menge der Tabletten bereits heute schon auf ein Viertel reduzieren. Das Verhalten von Nero hat sich bereits verändert, er ist heute schon wieder offener und zeigt wieder mehr Freude. Er kommt morgens wieder in einer selbstverständlich mit auf den Spaziergang, er ist nicht mehr so schreckhaft, zeigt Interesse an anderen Hunden, beschnüffelt wieder die Gegend und markiert wieder :-). Er fordert mich öfter auf mit Ihm zu spielen. Alles in allem ..... ich habe endlich wieder einen lebendigen, jungen fröhlichen Hund, mit dem es Spass macht und vor allem welchem es Spass macht wieder etwas zu unternehmen.
 
Es folgen nun noch ca. 3 weitere Behandlungen und durch unsere ersten Erfolge bin ich nun sehr zuversichtlich, dass alles wieder gut wird.  :-)))
 
Wenn ich nochmals 2 Jahre zurück könnte - ICH würde mich mit dieser Inkontinenz-Diagnose nicht mehr so schnell abfinden UND abwimmeln lassen. In diesem Sinne - nehmt eventuelle Veränderungen an euren Hunden ernst und schaut nicht weg ! Es gibt SIE, die guten und spezialisierten Ärzte.  :-)
 
Einen grossen Dank an Dr. Blättler
 
Gabi
 
ZECKEN und FLÖHE

Zecken und Flöhe werden immer aggressiver. Immer öfter erkranken Hunde durch oder wegen Zecken oder Flöhe. Eigentlich unnötigerweise, denn mit einem regelmässig angewendeten Mittel schützen wir unsere Hunde und so auch uns selber. Immer häufiger werden bei uns Hunde mit Hirnhautentzündungen oder Borelliose in Tierkliniken eingeliefert; übertragen durch Zecken in unseren Wäldern.
Deshalb hier ein paar Tipps:

Weiterlesen: Zecken

Was ist wurmCHECK?

Entwurmung Ja oder Nein?
Nur eine gesicherte Diagnose kann helfen – zum Wohle und Schutz des Tieres.

Weiterlesen: Entwurmen?

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Gesundheit: SCHWITZEN

Hunde schwitzen nicht wie Menschen Der Hund schwitzt nicht wie wir Menschen. Sie haben keine Schweissdrüsen auf der Haut unter ihres Felles.Und auch wenn man an warmen Tagen je nach Bodenbelag und Bodentemparatur sehen kann, dass feuchte Pfotenabdrücke Spuren hinterlassen, so sind an den Pfoten doch auch nur wenige Drüsen zu finden.

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KASTRATION

Kastration Rüde

OPERATION
Unter Kastration versteht man die operative Entfernung  beider Hoden. Durch diesen Eingriff wird der Rüde zeugungsunfähig gemacht.
Rund ein Viertel der Rüden leidet an einem gesteigerten Sexualtrieb. Vorwiegend Zwergrassen sind davon betroffen. Eine Kastration (Frühkastration) als mögliche Therapie dieser Verhaltensstörung bleibt umstritten. Sobald die Hunde in die Pubertät kommen, entwickeln sie einen zwanghaften Drang zum Besteigen von Objekten. Sie besteigen mehrmals täglich Spielsachen, Kissen, Menschen, Artgenossen und machen typische Kopulationsbewegungen. Die Hypersexualität soll in erster Linie durch erzieherische Massnahmen korrigiert werden, indem das Besteigen von Anfang an nicht toleriert, sondern konsequent bestraft wird. Zwerghunderüden neigen auch zu Hysterie, was auch gegen eine Kastration spricht.
 

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