TIPPs für die KALTE JAHRESZEIT

Nun kommt sie wieder, die kalte Jahreszeit! Nicht alle erfreuen sich darüber, vor allem diejenigen welche frieren.
Damit der Spaziergang, eine Wanderung oder die Hundestunden auf dem Platz kältemässig nicht zur Qual werden, hier ein paar nützliche Tipps:

Weshalb wir frieren

Der Sinn des Frierens mag vielen zu Zeiten von permanenten Minusgraden unverständlich sein, aber genau wie das Schwitzen ist das Frieren eine Reaktion, die dazu dient, den Körper zu schützen. Kälte kann Gewebe und Haut nachhaltig schädigen. Das Empfinden von Kälte, im Extremfall sogar als Schmerz, ist also nichts weiter als ein Warnmechanismus. Der Körper benötigt seine permanente Temperatur von ca. 37 °C auch, damit die inneren Organe einwandfrei arbeiten können. Wird ständig von außen Wärme abgeführt, drohen Unterkühlung und Kreislaufversagen. Vor Kälte kann man sich schützen – kurzfristig durch die richtige Kleidung, aber auch langfristig, durch Maßnahmen, die den Körper unempfindlicher machen.

Wie sich der Körper selbst vor Kälte schützt

Bei der Wärem- und Kälteregulierung des Körpers spielen Stresshormone ein große Rolle. Meldet der Körper permanenten Wärmeverlust, fährt er die Blutzirkulation der äußeren Extremitäten zurück, denn das Blut ist Wärmetransporteur. So bleibt die Wärme mehr im Inneren des Körpers. Hände, Füße, Ohren und Nase werden kalt. Reicht das allein nicht mehr aus, wirft der Körper seinen nächsten großen Schutzmechanismus an: das Zittern. Zittern bedeutet Muskelbewegung und diese produziert Wärme. Als Aufwärmmaßnahme macht das Zittern aber nur dann Sinn, wenn die Wärmeabgabe nach außen gestoppt wird, zum Beispiel durch entsprechende Kleidung.

Tipps gegen das große Zittern – die richtige Kleidung

Gegen den Wärmeverlust kann man sich mit der richtigen Kleidung schützen. Zu einer optimalen Hundespaziergang-Ausstattung gehört deswegen bei Minusgraden zunächst einmal die richtige Jacke. Hier gilt: je dicker, umso wärmender. Optimal ist demnach eine Daunenjacke, da sie bei geringstem Gewicht das größte Volumen aufweist. Ergänzend kommen Schal, Mütze und Handschuhe zum Einsatz. Fausthandschuhe sind bekanntlich wärmender als Fingerhandschuhe, da sich die Luft im Inneren miterwärmt und isolierend wirkt. Da aber Fausthandschuhe im Umgang mit dem Hund eher ungeeignet sind und beim Training gar störend wirken, sind "Halblinge" - halb Finger- und halb Fausthandschuh welcher obere Teil zu- oder weggeklappt werden kann - eine ideale Lösung. 
Wichtig ist auch das richtige Schuhwerk. Wer nicht uncool in dicken Moonboots auf dem Hundeplatz herumlaufen möchte, greift zu Thermo-Einlegesohlen für die Schuhe. Man beachte hierbei: Filz ist wärmender als Lammfell, denn Filz-Einlegesohlen lassen sich nicht so einfach platt treten. Für das Darunter kommt, lange Funktionsunterwäsche infrage - auch wenn diese zum teil teuer ist, lohnt sich diese Investition allemal. Generell ist Kleidung nach dem Zwiebelschalen-Prinzip sinnvoll, denn mehrere Schichten wärmen auch mehr.

Meine Lösung für 9 Stunden als Instruktor auf dem Platz stehend:

Schale Nr. 1: enganliegendes, wärmendes Funktionsunterhemd (z.B. von Odlo), welches den Schweiss vom Körper weg hält.
Schale Nr. 2: Funktioneller dünner Pullover als erste WärmeschichtSchale Nr. 3: Daunenjacke (atmungsaktiv, Mammut)
Schale Nr. 4: Wasser- und Winddichte, atmungsaktive Regenjacke (Mammut)

Dazu kommen Handschuhe, Mütze und Schal, sowie wasserdichte, wärmende Schuhe von Lowa (8 Std. bis -30°C) und Thermosocken.

Einkaufstipp:

In Pit's Hundeshop Liestal führen wir aktuell das Sortiment von Dogger - Jacken, Regenhosen, Softshellhosen und Jacken, Gilets. Von Hündeler speziell für Hündeler gemacht.
Gute und kompetente Beratung bekommt ihr auch beim Sport bym Törli in Liestal, gleich unterhalb des liestaler Stadttores. Dort findet ihr gute, wasserdichte Schuhe, warme Unterwäsche, etc.

...und da wäre noch...

Friert man trotz dicker Kleidung immer noch, können auch einfache gymnastische Übungen helfen, zum Beispiel die Hand zur Faust ballen und auf den Zehen wippen.

Frauen frieren bekanntlich schneller als Männer. Schuld daran sind fehlende Muskeln und dünneres Unterhautfettgewebe. Muskeln produzieren mehr Wärme als anderes Gewebe, sogar im Ruhezustand. Da hilft dann nur dickere Kleidung – oder Muskelaufbau. Im Haus oder Auto sollte man sie aber möglichst schnell wieder entkleiden, damit sich kein Wärmestau bildet.