Sie sind kein Hundebesitzer. Es spielt keine Rolle, ob Sie Angst vor Hunden haben, ob Ihnen diese gleichgültig sind oder ob Sie sie nicht mögen. Eine Situation kennen Sie leider nur zu gut: Ein freilaufender Hund kommt auf Sie zu - und weit und breit ist kein Besitzer in Sicht... Glücklicherweise sind die meisten Hunde nicht aggressiv!
Im Folgenden finden Sie einige Ratschläge, die besonders für Menschen gedacht sind, die Angst vor Hunden haben.
Wer Angst hat, sondert Stoffe in die Luft ab, die der Hund wahrnehmen kann. Gleichzeitig haben ängstliche Leute die Tendenz, sich zu versteifen und den Hund mit den Augen zu fixieren. All dies geschieht unbewusst!
Für einen Hund ist eine steife Haltung ein Zeichen von Dominanz, und das Fixieren mit den Augen ist eine Drohung. Hunde nehmen diese Botschaft wahr, und einige können aggressiv darauf reagieren. Wenden Sie deshalb Ihren Blick vom Hund ab, wenn Sie Angst haben.
Wenn Sie keinen Kontakt mit einem entgegenkommenden Hund aufnehmen wollen, ignorieren Sie ihn und er wird Sie ebenfalls ignorieren.
Machen Sie ruhige Bewegungen.
Bleiben Sie still.
Wenden Sie den Blick ab.
Gehen Sie langsam weiter.
Einfacher gesagt als getan?
Üben Sie zuerst mit Hunden, an denen Sie schon öfter problemlos vorbeigegangen sind.
Fragen Sie zuerst den Besitzer um Erlaubnis!
Warten Sie eine Antwort ab. Je nach Situation wird er auch ablehnen.
Falls er einverstanden ist, rufen Sie zuerst den Hund bei seinem Namen oder lassen Sie ihn vom Besitzer rufen.
Falls der Hund nicht kommt, lassen Sie ihn in Ruhe!
Halten Sie sich fern, wenn ein Hund alleine ist, auf seinem Hundebett liegt, frisst, schläft, ein Spielzeug hat oder wenn es sich um eine Hündin mit Jungen handelt.
Ihre schnellen Bewegungen können beim Hund ein Verfolgungsverhalten auslösen, das der Hundehalter möglicherweise nicht unter Kontrolle hat.
Machen Sie sich früh genug beim Besitzer bemerkbar, damit dieser Zeit zum Reagieren hat und seinen Hund herbeirufen kann, solange Sie noch auf Distanz sind.
Wenn Ihnen ein Hund nachrennt, halten Sie an und warten Sie, bis der Besitzer ihn wieder unter Kontrolle hat.
Wenn ein Hund anwesend ist, müssen Kind und Hund immer sorgfältig von einem Erwachsenen beaufsichtigt werden.
Das Büchlein "Tapsi, komm..." wurde speziell für Kinder herausgegeben. Es zeigt auf spielerische Weise, wie Kinder sich Hunden gegenüber verhalten sollen. Das Büchlein kann über die Adresse, am Ende dieser Seite, bestellt werden.
Knurren, mit dem Blick fixieren, Zähne zeigen, das Nackenfell sträuben und sich versteifen sind beim Hund Drohungen. Ihnen kann ein Angriff folgen.
Ich fühle mich von einem Hund bedroht oder werde angegriffen:
Halten Sie an.
Wenden Sie ihren Blick ab.
Lassen Sie die Arme hängen.
Atmen Sie tief durch.
Gehen Sie langsam weg.
Falls Sie hingefallen sind, kugeln Sie sich ein, schützen Sie ihren Nacken mit den Händen und bleiben Sie still.
Der Hund verliert das Interesse an einer Person, die still und bewegungslos ist und entfernt sich. Jede Bewegung hingegen zieht seine Aufmerksamkeit an.
Melden Sie sich beim nächsten Polizeiposten. Falls Sie zuerst telefonischen Kontakt aufgenommen haben, vergessen Sie nicht einen schriftlichen Bericht über den Vorfall abzugeben, der so objektiv wie möglich sein sollte.
Kantonale Kontaktstellen:
BL - 061 925 59 23
BS - 061 385 32 24
AG - 062 835 29 70
Der obige Text ist ein Auszug aus der Broschüre vom Bvet - weiter Informationen finden Sie unter www.bvet.admin.ch