Rundwanderung am Doubs entlang. Einige recht ge- fährliche Abschnitte da- zwischen, auf keinen Fall kinderwagentauglich und nur mit "wandertauglichen" Kindern und Hunden zu empfehlen.
Die Wanderung ist abenteuerlich, aber absolut empfehlenswert. Traumhafte Gegend!!!
Nach La-Chaux-de-Fonds (bitte selber den Weg wählen: ist vermutlich besser so) von dort weiter nach Les Brenets (Wegweiser folgen). Im Dorf alles der Hauptstrasse entlang, dann gelangt man zu einem grossen Parkplatz zentral am Doubs, wo man das Auto einen Tag abstellen darf.
Der Doubs: Einmal ganz friedlich in Form eines See's, dann wiederum strömend als Wildwasserbach, oder gar als 28 Meter hoher Wasserfall! Dies alles in einer wunderschönen Landschaft eingebettet.
Die längere Anreise lohnt sich auf alle Fälle für alle, welche eine tolle Wanderung nicht nur für den Hund machen wollen :o)
Auf diesem Bild schiesst der Doubs cirka 100 Meter weiter über eine Felskante 28 Meter in die Tiefe.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten fanden meine Zweibeiner dann doch noch den richtigen Weg nach La-Chaux-de-Fonds (sie suchten ständig nach einer Autobahn, die aber zuerst noch gebaut werden muss...). Auf einem grossen Parkplatz wurde ich erlöst und durfte aus meiner Box. Jedes Mal, wenn ich an einen Ort komme, wo ich noch nie war, werde ich ganz nervös und es kann nicht schnell genug gehen bis es endlich los geht. Also machten wir uns auf den Weg und suchten den ersten Wegweiser. Der steht am Ende des Parkplatzes und wir folgen dem Pfeil "tous directions". Die Wanderwege sind nicht sehr gut angeschrieben, man muss sich genau achten, dass man die kleinen Wegweiser "Le Saut-du-Doubs" nicht übersieht.
Auf einer verkehrsarmen Teerstrasse beginnen wir mit unserer Rundwanderung. Nach ca. 1/2 Stunde kommen wir zu einem imposanten Wasserfall. Da ich meine Nase wieder einmal zuvorderst habe, nimmt mich Frauchen an die Leine. Nachdem wir dem Naturschauspiel ein wenig zugeschaut haben, geht es weiter, zuerst ein kleines Stück den Wald hoch (Richtung Les Roches-de-Moron) und dann auf einem Waldweg über Stock und Stein (ich LIEBE solche Wege). Der Doubs liegt immer ein wenig unterhalb, man kommt nicht gross zum Baden. Nach ca. 1 1/2 Std. zeigt der Wanderweg den Wald hinauf: jetzt heisst es Höhenmeter überwinden!! Schliesslich ist das Ziel auf 1076 Meter. Ich ahne Böses, als ich sah, WIE es bergwärts ging. Diesmal war aber kein Gejammer zu hören; meine Begleiter brauchten die gesamte Luft zum Atmen :o) Ok, ich gebe es zu, ich kam auch ein wenig ins Schnauben, aber nur ein ganz klein wenig! Jedenfalls war ich froh, hatte Frauchen mir eine Flasche Wasser mitgenommen. Nach einem dreiviertelstündigen Aufstieg sehen wir Sonnenschirme mit so einer komischen Werbung drauf und meine Zweibeiner beginnen zu strahlen. Diesmal hatte auch ich nichts gegen eine kleine Pause.
Eine Spezialität dieses Restaurants ist die Coupe-Karte. Ich habe noch nie so eine riesige Auswahl gesehen: man kann bestimmt 100 verschiedene Coups essen (wenn es sowas doch nur auch für uns Hunde geben würde! Aber ich suche weiter und wenn ich es gefunden habe, seid ihr die ersten, die es erfahrt).
Frisch gestärkt und eine Erfahrung reicher, machen wir uns wieder auf den Weg (Wegweiser Les Brenets folgen). Da geht es über beinahe abstürzende Brücken auf immer schmaler werdenden Wegen vorbei an Felswänden und steil abfallenden Schluchten.
Gut wenn man das von klein auf immer wieder übt...!!!!
So wandern wir weiter. Das Wetter, das es bis jetzt gut mit uns gemeint hatte, schlägt nun doch noch um, was den steilen Abstieg umso schwieriger macht. Es wird ganz schön rutschig für meine Freunde, ausserdem merkt man ihnen jetzt doch langsam eine gewisse Müdigkeit an. Also passe ich mich ihrem Tempo an und hüpfe halt zwischendurch wieder einmal auf einen Baum.
Wir kommen alle heil beim Auto an. Auch wenn solche in den Fels gehauene Treppen noch eine rechte Herausforderung waren, kurz vor Schluss. Erst hier auf dem Parkplatz geht das Gejammer los.
Zugegeben, ein bisschen anstrengend war es schon, aber ich kann mich ja jetzt in meine Box legen und wenn wir zu Hause ankommen, bin ICH schon wieder ausgeruht und zu neuen Schandtaten bereit :o)
Übrigens: auf dieser Wanderung musste ich doch tatsächlich französisch bellen, damit man mich verstand, und meine Zweibeiner meinen, dass hier eine Wanderkarte von Vorteil ist.