Beim gemeinsamen Spielen handelt es sich um ein entspanntes, freies Spiel bei welchem wir ein Objekt so bewegen, dass im Hund Instinkte geweckt werden, welche an die Jagd nach einer Beute erinnern – nicht das Erlegen (Futtertrieb) sondern die Freude am Jagen der Beute. Ein solcher Gegenstand sollte sich deshalb auch wie eine Beute bewegen und sich nicht einfach und leicht fangen lassen, wie dies z.B. beim Werfen – Holenspiel der Fall ist. Unsere Aufgabe als Spielpartner ist es, das Spiel interessant und naturnahe zu gestalten.
Denken wir doch beim Spielen immer wieder daran;
- Wie bewegt sich eine fliehende Beute - hüpfend, zickzack schlagend, versteckt sich, usw.
- Wie bewegt sich eine gestellte Beute - stellt sich tot, wehrt sich, flüchtet wieder .......
Ein Beutetier, welches überleben will, muss sich immer und immer wieder etwas anderes einfallen lassen, um einem Jäger zu entkommen. Das erste Mal funktioniert eine bestimmte List sicherlich, aber beim nächsten Mal? Also muss ein neuer Plan ausgeheckt werden um schlauer als der Jäger zu sein.
Unser Spiel mit dem Hund basiert auf dem ähnlichen Prinzip, wenn wir interessant und lebendig mit unseren Vierbeinern spielen wollen, müssen wir die Beute „spielen“. Das heisst also, erwischt unser Hund die Beute zu rasch, war es ein zu leichtes Spiel – es war nicht interessant und der Hund sagt sich: „das isch jo stinklangwilig – mol luege wo besseri Äkschen isch!“
Also LEBENDIG, INTERESSANT & ABWECHSLUNGSREICH SPIELEN!
Hat euer Hund einmal entdeckt, wieviel Spass es machen kann mit euch zu spielen, könnt ihr ihn mit einem Gegenstand motivieren im Stil von: Komm tu etwas für mich, ich spiele danach mit dir! Er wird voller Vorfreude und Erwartung auf das nächste Spiel das gegebene Kommando ausführen, wenn er den Gegenstand gesehen hat, oder weiss, dass er in eurem Besitz ist.
Der richtige Motivationsgegenstand: Verwechseln wir nun aber des Hundes Spielzeug mit einem Motivationsgegenstand, machen wir bereits den ersten grossen Fehler. Ein Spielzeug, welches der Hund ständig um sich hat, kann interessant sein, ist es aber in den meisten Fällen nicht oder nur kurz. Ein Motivationsgegenstand ist ein Objekt, welches der Hund unbedingt haben will – es aber nur für kurze Zeit für das gemeinsame Spiel bekommt und auch nur dort darum werben kann.
Also MERKE: Ein guter Motivationsgegenstand ist einer, welcher .... ... nicht ständig erreichbar ist. ... sich lebendig bewegt. ... sich nicht einfach fangen lässt. ... sich dem Alphatier nicht einfach und kampflos entreissen lässt. ... eben einfach etwas SPEZIELLES !
Wie dieses Teil auszusehen hat, ist Sache des Hundes. Es gibt kein Rezept dazu, allerdings solltet ihr auf Risiko – Objekte verzichten (Tennisballen, Kinderspielsachen, zu kleine Teile, Stofftiere, etc.) Verwendet Hundespielzeug vom Fachhandel, wenn’s auch etwas teurer scheint.