Hier die Regeln:

1.        
Flyball ist wegen der Schnelligkeit und den leicht verständlichen Regeln im wesentlichen ein Sport für die Zuschauer. Es ist ein Ausscheidungskampf zwischen mehreren Mannschaften; jeweils zwei Mannschaften laufen auf zwei getrennten Parcours und diejenige Mannschaft, die von den drei Durchgängen mehr Durchgänge zu gewinnen vermag, kommt in die nächste Runde.

2.
Jeder Hund muss die vier Sprünge nacheinander überspringen, die Maschine auslösen und mit dem Ball im Mund über die Sprünge zurückkehren. Erst wenn der erste Hund die Start/Ziel-Linie mit seinen Füssen überquert hat, darf der zweite Hund starten (und so weiter). Ein Frühstart wird vom Linienrichter angezeigt und der Hund muss, nachdem  die anderen Mannschaftsmitglieder gelaufen sind, noch einmal starten. Wenn ein Hund nicht alle Sprünge überspringt oder die Maschine nicht auslöst oder nicht mit dem Ball im Mund zurückkehrt oder nach Meinung des Richters gestartet ist, bevor der vorhergehende Hund die Start/Ziel-Linie überschritten hat, muss der Hund sich hinten anstellen und noch einmal laufen. Ueberschreitet der Führer während des Laufs des Hundes die Start/Ziel-Linie (aus einem anderen Grund als um einen umgestossenen Sprung aufzustellen oder einen herumliegenden Ball zu holen), muss der Hund hinten anstehen und noch einmal laufen.

3.        
Ein Hund, der während seines Laufs einen Sprung umstösst, wird nicht bestraft, sofern die folgenden Hunde den Sprung überspringen als ob er stehen würde. Ein Läufer oder Führer darf die Sprünge wieder aufstellen, darf den Hund aber in keiner Weise behindern oder führen.

4.        
Wenn der Richter der Meinung ist, dass eine Maschine während eines Rennens nicht funktioniert, wird das Rennen unterbrochen, die Maschine ersetzt und der Durchgang wiederholt. Fällt auch die Ersatzmaschine aus, ist das Rennen verloren.

5.        
Jede Mannschaft muss aus mindestens vier, höchstens sechs Hunden und Führern und einem Maschinenlader bestehen. Eine zusätzliche, als Läufer fungierende Person wird ebenfalls empfohlen.

6.        
Jede Mannschaft muss pro Rennen vier laufende Hunde und mindestens einen, höchstens zwei Reservehunde haben, die sich einsatzbereit in der Nähe aufhalten. Die Reservehunde können nach Ermessen der Mannschaft oder im Fall einer Verletzung eingesetzt werden. Reservehunde können als Ersatz am Ende jedes Laufes eingesetzt werden und bei einem mehrtägigen Wettbewerb müssen an aufeinanderfolgenden Tagen die selben Hunde eingesetzt werden.

7.        
Alle antretenden Mannschaften müssen vor Beginn des ersten Rennens angemeldet werden und wenn von einem Klub mehr als eine Mannschaft antritt, ist, sobald die Namen eingereicht sind, ein Wechsel der Hunde von einer Mannschaft zur anderen nicht mehr erlaubt.

8.        
Jede Mannschaft muss ihre eigene Maschine bereitstellen und sofort eine Ersatzmaschine zur Verfügung haben oder sie verliert das Rennen.

9.        
Alle Maschinen müssen mit einem durch ein Pedal auslösbaren Mechanismus ausgestattet sein.

10.    
Der aus der Maschine ausgelöste Ball muss einen freien, ungestörten Flug von mindestens 60 cm in alle Richtungen haben.

11.    
Jede Mannschaft muss ihre eigenen Bälle bereitstellen; es müssen Tennisbälle sein.

12.    
Die Veranstalter müssen für die Dauer des Wettbewerbs zwei Sets Sprünge zur Verfügung stellen. Die Mannschaften werden gebeten zu helfen, indem sie ihnen Material leihen.

13.    
Die Sprünge müssen weiss gestrichen sein und eine Breite von 60 cm, die Seitenteile eine Höhe von höchstens 90 cm, aufweisen.

14.    
Die Sprunghöhe muss 10 cm tiefer angesetzt werden, als die Widerristhöhe des kleinsten Hundes in der Mannschaft. Die Höhe beträgt mindestens 10, höchstens 40 cm. Der Teil des Sprunges, der vom Hund übersprungen werden muss, sollte so konzipiert sein, dass der Hund ihn nicht umstossen kann.

15.    
Die Sprunghöhe muss in 2,5 cm Schritten verstellbar sein.

16.    
Der Abstand von der Start/Ziel-Linie bis zum ersten Sprung sollte 1,8 m betragen, 3 m zwischen den insgesamt 4 Sprüngen und 4,5 m vom letzten Sprung zur Maschine.

17.    
Die Bahnen müssen mindestens 3, höchstens 6 m voneinander entfernt sein. Die Platzgrösse sollte nicht kleiner als 21 m x 9 m sein.

18.    
Hinter der Start/Ziel-Linie sollte eine ca. 6 m lange Freizone zur Verfügung stehen, damit einlaufende Hunde genug Platz zum auslaufen haben.

19.    
Jede Bahn sollte 60 cm breit sein.

20.    
Ein Richter steht am Ende der Start/Ziel-Linie. Der Richter trägt die gesamte Verantwortung für den Wettbewerb und kontrolliert sowohl den Start als auch das Ziel. Zwei Helfer haben die Aufgabe, hinter den Flyball-Maschinen zu stehen und sicherzustellen, dass nicht gegen die Regeln für die Maschine und die Sprünge verstossen wird. Um eine Laufwiederholung anzuzeigen benützen die Helfer Fähnchen.

21.    
Es gewinnt diejenige Mannschaft, deren vierter Hund (oder der letzte, der noch einmal laufen musste) als erster die Ziellinie mit irgendeinem Teil seiner Füsse überquert.

22.    
Wenn ein Hund oder ein Mannschaftsmitglied die andere Mannschaft während des Rennens behindert, hat diejenige Mannschaft, die die Behinderung verursacht hat, verloren.

23.    
Der Maschinenlader muss aufrecht hinter der Maschine stehen bleiben und darf die Hunde nur mündlich ermuntern. Ausser beim Laden der Maschine muss der Lader die Hände hinter dem Rücken behalten.

Die Flyball-Regeln erlauben es Hunden jeder Grösse in gemischten Mannschaften mitzukämpfen; daher sind Wettbewerbe, die allein durch die Grösse bestimmt sind, nicht erlaubt. Die Zusammenstellung der Mannschaften geschieht nach Club, Rasse etc. und ist dem Veranstalter freigestellt; die Hunde müssen aber mindestens 12 Monate alt und beim Kennel Club registriert sein. Läufige Hündinnen sind nicht zum Rennen zugelassen und alle startenden Hunde sollten ein normales Halsband tragen, das vom Führer dazu benützt werden kann, den Hund zurückzuhalten während sie auf den Strat warten. Die Führer sollten nicht ermuntert werden, die Hunde am Genick oder anderen Körperteilen festzuhalten.


 
   
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